Untamed in Walibi Holland ist eröffnet

Überkopf auf Holz und Stahl

Am Ersten Juli war es nun soweit. Europas erster (offizieller) Hybrid-Coaster der amerikanischen Achterbahnschmiede RMC wurde eröffnet.

Die rund fünfzehn Jahre alte Holzachterbahn Robin Hood aus dem niederländischen Freizeitpark Walibi Holland wurde zum Ende der Saison 2018 geschlossen. Bereits wenige Wochen später war für die Fans klar: Robin Hood verlässt zwar den Park, aber wird als neue Holzachterbahn mit modernster Technik wiederkehren.

Auf fast dem selben Track Grundriss, erwartet den Fahrgast nun nicht mehr ein weich gepolsterter Vekoma Woody aus den frühen Zeiten des Parks, sondern eine mit mehreren Überschlägen und verrückten Streckenabschnitten gespickte Hightech Achterbahn. Zwar ist ein Großteil der alten Holzunterkonstruktion noch vorhanden, aber die Jungs und Mädels von Rocky Mountain Construction haben einiges an Holz und vor allem Stahl ergänzt um so die neue Bahn umzusetzten.
Der Lifthügel wurde erhöht und deutlich steiler gemacht, der First Drop deutlich verschärft, und vor allem jede Kurve und jeder Hügel angefasst und neu modelliert.

Ein Ausblick auf die Strecke

Aus der einzig relativ gesittet fahreden Holzachterbahn ist so ein waghalsiger Höllenritt geworden, der neben fünf Überkopf-Elementen mit jeder Menge Airtime aufwartet.

Klar mit Stahl kann man deutlich einfacherer solche verrückten Figuren umsetzten, aber der Charme der großen, ausladenden Holzstützen geht so nicht verloren.

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Der Fahrverlauf

Direkt nach der Stationsausfahrt wird der Fahrgast schon fast wieder ausgeladen. In der um 45 Grad geneigten 180 Grad-Kurve die zum Lift führt, finden direkt die ersten Kuschelmomente mit seinem Sitznachbarn statt. Das laute Klackern der alten Rücklaufsperren des Zuges ist einem sanfteren Klicken der neuen RMC Sperren gewichen. Mit einem deutlich erhöhten Tempo wird der Zug den rund 45m hohen Lift hinauf geführt.

Kaum oben angekommen, bleibt keine Zeit zum Verschnaufen. Es geht abwärts! Mit fast senkrechten 87 Grad Gefälle, rast man dem Erdboden entgegen. Auf fast Bodenniveau geht es über einen kurzen Speed-Airtime-Hügel, der nur wenige Meter hoch ist. Dabei wird man heftigst aus dem Sitz gerissen, wie ein eingefleischter Walibi Fan es bereis aus Lost-Gravity gewohnt ist.

First-Drop

Der erste Richtungswechsel der Strecke führt den Fahrgast sogleich in das erste Überkopf Element. Im 270°-Double-Inverted-Outside-Corner-Stall (Man, was für ein Name) wird man den Berg hinauf, um die Ecke, über Kopf und direkt wieder abwärts geführt.
Das einzigartige Element bietet tatsächlich keinerlei Hänghime und fühlt sich mehr nach einer nicht zuende geführten Zero-G-Roll an.

270°-Double-Inverted-Corner-Stall

Nachdem der Zug im nächsten G-Kräfte-lastigen Tal angekommen ist, geht es sogleich in die hinterste Ecke des Tracks, wo der Zug um mehr als 90 Grad zurück Richtung Park geführt wird. Es folgt eine Mischung aus Airtime Hügeln, mit nach links geneigten Kurven, bis hin zur ehemaligen „Quitschkurve“.

Ausfahrt aus der ehemaligen Quitschkurve
Ausfahrt aus der ehemaligen Quitschkurve

Gerade der große Turn im vorderen Bereich der Strecke sieht man vor allem die Änderung der Bahn. Die großzügige Linkskurve wird hier nun nicht mehr auf über 10 Meter Höhe durchfahren, sondern bietet nach einer vollständigen Drehung um die Längsachse, eine fast bodennahe Linkskurve, die in einem weiteren erhöhten Airtime Hügel endet, der ebenfalls wieder nach außen geneigt ist.

Mit zwei Double-Ups- und Double-Downs geht es zurück zum hinteren Bereich der Strecke, aber nicht um vorher in einem nach links geneigten Zero-G-Stall nochmals auf den Kopf gestellt zu werden.

RMC typisch folgt nach einem Links kippenden Element eine enge Rechtskurve, dann zurück Richtung 270°-Double-Inverted—….. ach Du weißt schon welches Element… führt.

Einer der nach außen geneigten Airtime Hügel

Kurz vor Einfahrt in die Station folgt noch ein weiteres Highlight der Strecke. Die Uphill-Barrelroll. Der darauf folgende kleine Drop, kommt bei jeder Fahrt so überraschend, dass er einen nochmals kurz durcheinander wühlt, bevor der Zug in die Schlussbremse, neben der Wartungshalle, einfährt.

Unfassbar. Was ein Ritt. Kein Moment mal durchzuatmen. Keine Blockbremse, die einem wieder Luft gibt. Der Zug reißt förmlich durch die ganze Strecke.

Vor allem in der ersten Reihe, wo der freie Blick auf die Strecke gewährt wird, meint man an vielen Stellen „Was ist das für ein Banking?“ oder „Warum jetzt nach links kippen, aber nach rechts fahren?“. Was „krank“ aussieht, fühlt sich aber butterweich an, und mach unfassbar viel Spaß zu fahren.

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Wer amerikanische Vergleiche dieses Achterbahn-Typs kennt, weiß, dass hier mit kleineren Brötchen gebacken wird, aber dennoch braucht sich diese Anlange keineswegs verstecken.

Power, Airtime, verrückte Elemente, tolles „natürliches“ und zugleich „verrücktes“ Setting, lassen die Bahn in einem extrem guten Licht da stehen.

Der durch – wie in der Branche inzwischen üblichen – musikalischen Untermalung von Imascore entwickelte Soundtrack – bietet dann noch das Tüpfelchen auf dem I.

Wer Robin Hood mochte, wird Untamed lieben.

Wir kommen wieder. Auf jeden Fall. Fünf Fahrten sind uns noch nicht genug. 😉

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Hier ein Onride der Bahn

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