Camping, Essen & Co

Energylandia Tipps & Tricks

So ziemlich jeder Achterbahn Fan in Europa träumt derzeit davon einmal in das polnische Energylandia zu kommen.

  • Doch wie kommt man da hin?
  • Wo übernachtet man am besten? Und vor allem
  • Wie teuer ist eine Reise ins Energylandia?
  • Lohnt sich das überhaupt?

Diese Frage möchten wir hier gerne versuchen ein wenig zu beantworten. Alles unsere Informationen basieren auf eigener Erfahrung, entsprechend geben wir auch nur Feedback aus unseren Besuchen der letzten 2 Jahre (seit 2019). Hier tut sich einiges, so dass es sicherlich inzwischen auch noch mehr Unterkünfte und gute Alternativen gibt. Aber dazu später mehr.

Gerade die letzte Frage möchten wir zuerst beantworten:

Lohnt sich ein Trip ins Energylandia?

Ganz kurz: JA.

Das Energylandia ist einer der wohl am schnellsten wachsenden Freizeitparks der letzten Jahre überhaupt. In den letzten sechs Jahren hat der Park sich von einem klitzekleinen Freizeitpark mit wenigen Attraktionen, zu einer Mehrtages Destination mit Achterbahnen der Extraklasse – und das vor allem in Europa – verändert.

Nur um ein paar Highlights zu nennen:

Hyperion – ein Intamin Giga Coaster der sich anfühlt wie Silverstar auf Extasy. Kranke Manöver. Höhe, Tempo, G-Kräfte – Mega. Die Story zur Bahn passt auch, leider ist die Thematiesierung außerhalb der Station recht mau, aber das ist üblich so im Energylandia 😉

Zadra – einer der neusten RMC Coaster auf unserem Kontinent. Unfassbar intensiv. Schnell. Und vor allem von Pik auf so krank konstruiert und nicht „nur“ ein umgebauter Hybrid Coaster.

Und dann das kommende Highlight: Abyssus. Ein Vekoma Schockwave-Multi-Launch Coaster. Umgeben von Wasser folgen jede Menge Überschläge und zwei Katapultstarts.

Ach nicht zu vergessen, wenn auch offiziell nicht angekündigt, entsteht gleich mal noch eine weitere Vekomabahn – ein langer Mine-Train-Coaster nebenan.

Wir haben es geschafft in zwei Besuchen 2019, direkt zweimal Neuheiten abzugewinnen. Weil man muss wissen: Wenn das Energylandia was neues baut, dann meistens nicht eine Attraktion, sondern direkt nen neuen Themenbereich und mehrere Achterbahnen gleichzeitig. So erfolgte Ende 2019 die Erweiterung mit Zadra so, dass direkt mal drei neue Achterbahnen eröffnet wurden.

Wie kommt man dahin?

Das ist Jeden an für sich selbst überlassen. Wir sind mit dem Flieger angereist – Dortmund <> Katowice, oder aber mit dem Auto gefahren. Je nachdem von wo man kommt aus Deutschland, ist man aber gerne mal 1000 km und mehr unterwegs. Wenngleich Polen relativ preiswert ist, der Sprit ist es dort nicht. Mietwagen sind vergleichsweise günstig, und der Flug dahin ist aus Deutschland heraus immer im ca. 1 bis 2 Stunden Entfernung sehr preiswert. Wir haben für unsere Flüge, hin und zurück nicht mehr als 150 bis 180 Euro ausgegeben. Hier kommen sicherlich viele regionale und saisonale Faktoren hinzu, vor allem natürlich auch die Airlines.
Von Dortmund aus fliegt z.B. Wizzair, wo wir den Premium Tarif empfehlen können, der nur wenige Euro mehr kostet, aber neben Handgepäck ein zweites Gepäckstück hinzufügen lässt.

Wer mit dem Auto kommt, erreicht den Park von nördlicher oder südlicher Richtung.

Wo übernachtet man am Besten?

Wir haben hier schon die unterschiedlichsten Unterkünfte gefunden und gebucht. Wer nah am Park wohnen will, nimmt das Parkeigene Western-Camp Resort, oder ein AirB&B.

Gerade die meist privat organisierten Airbnbs sind wirklich gut. Manchmal kann man es sogar schaffen eine Unterkunft für wenige Euros pro Nacht in Fußnähe zum Park zu buchen.
Bei den Parkplatzpreisen von 5 Slotty pro Tag ist dies aber eher zu vernachlässigen.

Wir haben schon ein Loft über zwei Etagen, für insgesammt locker sechs Personen, für umgerechnet knapp 60 € die Nacht ergattern können. Dies war dann in Ausschwitz, was etwa 20 min Fahrzeit entfernt liegt.

Die letzten Jahre haben aber gezeigt, dass rund um den Park immer mehr neue Tourismus Unterkünfte entstehen und eröffnet werden. So ist z.B. das „Colors Aparment“ über Booking.com zu finden welches nur ein paar Minuten vom Park entfernt liegt.

Man kann auch richtige Schnäppchen über Airbnb oder Booking machen und hier eine Übernachtung (pro Zimmer) von ca. 30 Euro ergattern. Wer wirklich dort nur schlafen will, ist damit sicherlich auch nicht schlecht aufgestellt.

Wir haben in diesem Sommer auch den anliegenden „Campingplatz“, wenn man es denn so nennen mag, ausprobiert.

Der Campingplatz

ist quasi der Bereich, direkt an der Einfahrt des Hauptparkplatzes des Parks. Jeder Gast der auf der rechten Seite des Haupteingangs parkt, also direkt bei Hyperion, fährt an der Kurve vorbei, wo die Busse parken (im hinteren Bereich des Parkplatzes). Der Grünstreifen von den Kassenhäuschen/Security des Parksplatzes, bis hin zum Energylandia Logo, umfasst dort eine Fläche wo man sich mit seinem Wohnwagen, Wohnmobil, Campingbus, Zelt, oder was auch immer, aufstellen kann.

Quelle: youtube // xxxxxx

Die Übernachtung kostet (seit Juli 2021) 60 PLN. Das sind umgerechnet ca. 18 Euro (Stand 08.2021). Dafür gibts auch Strom und Wasser. Strom ist dabei so eine Sache. Die Polen nutzen hier keinen Campingstandard üblichen Anschluss mit CEE Stecker. Nein, hier kommt der SchuKo Stecker zum Einsatz. Alles recht wage und vor allem viel zu wenig Anschlüsse. Bei unserem Besuch im Juli standen gut 40 Wohnwagen herum, bei nur ca. 16 Steckdosen. So gab es durchaus auch frei liegende Mehrfachsteckdosen die dann kurzerhand als Verteiler genutzt wurden.
Für den Deutschen sei darauf zu achten, dass der Stecker passend ist für die polnische SchuKo Steckdose – heißt mit einem Pinn mehr dran. Im Normalfall sollte das aber passen, ansonsten einfach einen Reiseadapter mitbringen.

Unsere Stromsäule auf dem Campingplatz

Eine konkrete Platzeinteilung gibt es nicht. Wer es geschickt anstellt kann dann sogar mit dem Camper direkt unter dem Turn von Hyperion, direkt am Zaun parken. Da die Polen eh nur zwei Testfahrten machen, wird man davon vllt geweckt, aber der Trubel hält sich in Grenzen. Der Ausblick entschädigt dann für alle Streitigkeiten mit den Nachbarn, die Nachts dann mal die Musik lauter an haben.

Unsere Empfehlung wäre jedoch – auch wenn der Ausblick schlechter ist – eher Richtung Einfahrt zu stehen. Die Hauptstraße neben dem Energylandia ist nachts wirklich laut, da die Leute mit gut 100 vorbei brettern. Und ja, wirklich die ganze Nacht.

Eine Absperrung oder Zaun gibt es zum öffentlichen Bereich übrigens nicht. Der direkt hinter dem Grünstreifen verlaufende Fußweg, wird gerne zur Ausfahrt bei Parkschluss genutzt, so dass hier aufgepasst werden muss, wenn man mit Kindern dort steht.

Waschräume gibt es offiziell keine, aber zumindest eine wirklich saubere, große Toilettenanlage, direkt rechts neben dem Eingangstor des Parks, welche Tag und Nacht geöffnet ist.

Firschwasser gibts von einem modifizierten Hydranten, soviel wie man braucht.

Wenn Du selbst Tipps und Tricks hast, schreibe sie gerne hier in die Kommentare, oder schicke uns eine E-Mail an info@8erbahnFreaks.de

Wird weiter forgesetzt

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